Dienstag, 6. Februar 2018

Die Welt durch Kinderaugen

Mein letzter Post mit Kinderbildern liegt schon 3Jahre zurück. Zwar habe ich den alten immer mal wieder "unterfüttert", aber mittlerweile möchte ich euch gerne Neues zeigen. Da letztes Wochenende gleich zwei neue Erdbewohner zu mir bei Besuch waren, bietet sich das jetzt eindeutig an.

Was hat sich geändert? Ich glaube, seit ich selbst Mama bin, sehe ich Kinder noch einmal ganz anders und kann mich viel besser in die Eltern hinein versetzen. Es gibt so vieles, das man aus eigener Erfahrung beurteilen kann und das man sich ebenso von einer Fotografin wünscht. Auch hat mir meine Kleine dabei geholfen, ihre Welt besser zu verstehen. So gehe ich mittlerweile auch ganz anders auf Kinder zu. Behalten würde ich sie am liebsten alle nach dem Shooting. Das ist nach wie vor keine Frage. *g*

Ich möchte prinzipiell gerne wieder mehr Minimodelle vor der Kamera haben. Die Kleinen verändern sich so schnell und gerade in dem digitalen Zeitalter ist es doch recht einfach "Erinnerungen einzufrieren". Wirklich wichtige bedürfen daher auch etwas mehr als eine schlichte Handykamera. Denn diese einzigartigen Momente nachzustellen oder zu wiederholen ist oft unmöglich.
Noch mehr möchte ich in Zukunft meinen Fokus darauf legen, "ungestelltere" Szenen abzulichten und fast nur noch mit Tageslicht aktiv zu werden. Warum? Gerade Blitze etc. lenken die Kinder oft ab. Manche haben sogar Angst vor ihnen. Wenn ich nur mit Tageslicht arbeite, bin ich mehr ein Beobachter oder darf Teil ihrer Welt werden. Ich falle weniger auf und habe dadurch die Möglichkeit, natürliche Emotionen einzufangen.

Ich hoffe, ich erhalte noch viele weitere Gelegenheiten, durch Kinderaugen ganz neue Facetten gezeigt zu bekommen. Meine Tochter nimmt mich täglich mit an die Hand. Mal sehen, wer mich noch so mitnimmt. :)

Regelmäßiges Reinklicken sollte sich hier also besonders lohnen, denn dieser Post soll sich hoffentlich noch sehr viel im Laufe des Jahres erweitern. Wer mir dabei mit seinem Krümel helfen mag, kann mich gerne anschreiben.

Lg,
eure Tina!


Freitag, 26. Januar 2018

Manege frei!

Hin und wieder bedarf es gar nicht einer extrem langen Vorbereitung. Ich war selbst sehr überrascht, dass das eigentliche Hauptthema mehr zur Nebensache wurde, als wir uns letzten Sonntag alle bei Kerstin Bosch-Hoffmann in deren Studio trafen. Als wir im September den Termin vereinbarten, wollten wir eigentlich XXL-Süßigkeiten mit den Vintage-Modellen Lady Bella Bionda, Rose Delicate, Kikki Pineapple und Julchen von Brennt in Szene setzen. Da ursprünglich aber noch mehr teilnehmen wollten und wir durch vermehrte Absage ein Zeitfenster für ein weiteres Set gewinnen konnten und ich zufälligerweise die Hintergründe für eine erst später im Jahr geplante Idee schon geliefert bekommen hatte, sollte auch "Zirkus" thematisiert werden. Ca. 1 Woche vor dem Shootingtermin legten wir uns gemeinsam darauf fest und wer sich die Resultate ansieht, vermutet dies absolut nicht.

Ich liebe jede einzelne Rolle und möchte gerne in wenigen Monaten erneut die "Manege" eröffnen. Welche Akteure dann auftreten, wird aber noch nicht verraten. :) Es wird aber wieder absolut zauberhaft! Dieses Mal verkörperte Rose Delicate eine Tänzerin, Lady Bella Bionda und Julchen von Brennt schlüpften jeweils in die des Zirkusdirektors und Kikki Pineapple schaute für uns in ihre Kugel als Wahrsagerin.
Durch Zufall bin ich meinem Motto "Ton-in-Ton" wieder treu geblieben. Mit ein Grund weshalb ich noch mehr diese Strecke liebe. Die Outfits harmonierten enorm mit dem Hintergrund und das obwohl - wie bereits geschrieben - alles spontan nur eingepackt wurde.



Bei den Süßigkeiten wurden die Mädels hingegen langfristig kreativ. Kikki gestaltete wunderschöne Lollis und Bella knallige Bonbons. Die anderen beiden steuerten aufblasbare Candies hinzu.
Dass mir Studioaufnahmen nicht so leicht fallen wie Outdoorbilder, merke ich jedes Mal spätestens bei der Bearbeitung. Beim Shooten selbst - so kommt es mir jedenfalls vor - spiele ich auch immer wieder am Licht, um möglichst optimale Ergebnisse zu erzielen, damit später weniger in Photoshop ausgebessert werden muss. Trotzdem mache ich mir bei Studiobildern allgemein immer mehr Gedanken und deshalb kann es auch hier öfter passieren, dass es von ein und dem selben Bild mehrere Bearbeitungsversionen gibt. Sich später auf ein Endresultat fest zu legen, ist dann der schwierigste Part :)
Ich hoffe, euch gefallen diese Bilder genauso gut wie mir :) Da in diesem Jahr bereits einige Thementage mit mehreren Modellen so gut  funktioniert haben, wird es auch noch weitere geben. Bald mehr dazu hier und einigen tollen Publikationen! Bis zum nächsten Mal!

Lg,
Tina

Montag, 8. Januar 2018

Every year...

Da ich mich nun mittlerweile in Jahr 3 dieses neuen Blogs befinde, nehme ich es zum Jahreswechsel als Anlass, meine vorigen Jahresübersichten auch hier zusammen zu führen. Dabei fällt vor allem auf, wie sich mein Stil - wenn auch vielleicht nur minimal - verändert hat. Sei es in der Bearbeitung, im Bildschnitt, aber auch bei der Motivwahl.
Ich glaube, ich habe in keinem Jahr so viel geshootet wie in 2015. Durch die neue Kamera, die ich ab September 2014 einsetzen konnte, wollte ich 2015 meine Grenzen outdoor austesten. Bis heute habe ich sie noch nicht so ganz definieren können. 2 Objektive sind nämlich ebenfalls hinzugekommen und ließen mir mehr Spielraum.
2015
Ich habe leider bisher nie wieder an der Männerquote von 2015 anknüpfen können. Egal wie sehr ich mir die Finger wund schreibe und es immer wieder poste. Männer sind und bleiben - leider - die Ausnahme vor meiner Linse. 2016 wurde es etwas ruhiger, da ich das erste Quartal noch hochschwanger war und eben die restlichen 3 gut eingebunden durch meine Tochter und mein Abendstudium war. Trotzdem habe ich versucht, weiterhin neue Kontakte zu knüpfen und andere Wege zu beschreiten.
2016
Besonders in der Bearbeitung meine ich mich endlich gefunden zu haben. Auch wurden endlich SchwarzWeiß-Aufnahmen verstärkt in Angriff genommen. Zuvor war ich immer der Ansicht, dass mir das gar nicht liegen würde. Rückblickend kann ich gar nicht sagen, was mich genau dazu gebracht hat, es doch noch einmal zu probieren. Aber ich bin sehr froh, dass ich es gewagt habe! Mittlerweile gehen in jedem Shooting solche Ergebnisse hervor. Bis 2016 waren es in 99,99% nur bunte Bearbeitungen. Was mir besonders wichtig war? Wirklich nur das zu shooten, worauf ich und natürlich auch die Modelle Lust haben. Wenn man sich dann mal Zeit frei schaufelt, musste es auch etwas sein, das mit Herzblut angegangen wird. Meine Baby-/Kleinkinderreihe konnte ich leider aufgrund der Witterung nicht abschließen. 2018 möchte ich mich aber vermehrt wieder dieser widmen. Retro-/Vintage war dafür eins der größten Themen. Dies setzte sich dann auch 2017 weiter fort.
2017
Ich finde es immer wieder interessant, das wenn ich denke, ich habe zu viel um die Ohren, sich die tollsten Möglichkeiten ergeben für großartige Bilder, die man dann absolut nicht abschlagen kann. So lernte ich 2017 drei schwedische Modelle kennen, die ich in meinem Urlaub dort ablichten durfte, konnte mit einem alten Flugzeug shooten und und und... Fotografisch ist mir dieses Jahr (fast) kein Wunsch unerfüllt geblieben. Gekrönt wurde dies zuletzt durch mehrere Publikationen und der Tatsache, dass ich wirklich viele neue Menschen in mein Herz schließen durfte. Zwar war ich das letzte Quartal deutlich weniger aktiv, weil mein 7. und letztes Semester des Abendstudiums samt Klausuren und Abschlussprüfungen bevor stand und mit kleinem Kind das schon echt schwer war. Aber ich habe mehrmals schon kreative Pausen als wohltuend empfunden, um dann beim Einstieg aus einem noch größeren Ideenreichtum schöpfen zu können. Ein gewisser Abstand lässt einen noch mal den Raum, kritisch vieles zu hinterfragen, sodass man gezielter an neue Shootings heran geht.

Ich möchte mit diesem Post allen danken, die diesen Weg mit mir gemeinsam beschritten haben. Ohne euch wäre ich nicht dort, wo ich jetzt bin. Ich wünsche allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in 2018!
Ich hoffe, ich werde all jene dann auch endlich treffen, mit denen es 2017 nicht mehr geklappt hat. Ab jetzt könnt ihr mir gerne wieder schreiben bezüglich Terminanfragen. Mein Privatleben ist wieder so weit organisiert, dass ich Zeit für die Fotografie finden kann.

Liebe Grüße und bis bald!

Eure Tina!

Donnerstag, 16. November 2017

"Das kannst du dann ja mal in Photoshop ändern..."

Ich habe mittlerweile aufgehört zu zählen, wie oft ich diese Aussage in Shootings oder in Vorgesprächen gehört habe. Weil in den Medien kaum noch "echte" bzw. "unbearbeitete" Bilder auftauchen und man entweder durch Photoshopfails oder später erscheinende Originalaufnahmen von Stars auf die gewaltigen Eingriffe von Bildbearbeitern aufmerksam wird, denken anscheinend viele, dass prinzipiell jeder Fotograf, der mit solchen Programmen arbeitet, auch in der Lage ist, diese "Wunder" zu vollbringen.
Prinzipiell ein toller Gedanke ... wenn die Bluse mal wieder einschneidet, wozu sich ein anderes Outfit besorgen oder wohl gar noch versuchen, etwas abzuspecken? Und warum aufwändig schminken, wenn das auch später alles mit Retusche geht? Ach... und auch die störenden Objekte alle im Hintergrund. Die doch einfach alle rausschneiden oder überstempeln!
Nun, da sind wir an dem Punkt gelangt, der eben nichts mehr mit Fotografie zu tun hat. Das sind alles Fähigkeiten von Bildbearbeitern. Die von den Stars werden für ihre Cover auch nicht in 30Minuten fertig sein mit all dem, das sie uns als Realität verkaufen wollen. Und mal ganz ehrlich... ist das nicht alles eine Lüge? Ich kann gar nicht verstehen, warum manche Modelle das überhaupt wollen, dass sie so sehr verändert werden.
Und da wäre ich wieder bei mir und meiner Fotografie angekommen. Ich habe immer die Prämisse verfolgt, ein tolles ORIGINALBILD festzuhalten, an dem ich letztendlich nur noch max. in die Farben eingreife und "temporäre Makel" (Pickel, Augenringe etc.) ausbessere. Kilos kann man oft schon durch eine gute Pose oder einen treffenden Blickwinkel weg schummeln. Auch ist natürlich das richtige Outfit dafür wichtig. Wer sich in etwas hineinpresst, kann nur so auf den Fotos später aussehen. Wenn sich irgendetwas "UNGEWOLLT" minimal vielleicht doch abmalt, dann kann man vielleicht das noch etwas korrigieren, aber im Großen und Ganzen versuche ich das zu vermeiden. Ich möchte am Rechner keine neue Person erstellen. Ich möchte lieber euch einfangen und meinen typischen Bildlook später nur noch erarbeiten. Daher seid ihr bei mir an der falschen Adresse, wenn ich digital Beauty-Doc spielen soll. Nur weil andere Fotografen das praktizieren, muss das nicht von mir erwartet werden.
Lieber beim Shooten selbst schon auf alle Kleinigkeiten achten und dadurch später auch direkt einen Eindruck erhalten, welche Bilder nur noch "optimiert" werden sollen. Sonst wären ja theoretisch auch alle Fotos wie Ü-Eier, wenn man nie vorher weiß, was genau beim Endresultat dabei herum kommt. Die richtige Vorbereitung auf ein Shooting sowie ein gelungenes Miteinander währenddessen lässt schon ohne Einsatz von Photoshop sehr viel Veränderung im positiven Sinne zu, dass es gar nicht notwendig sein muss, alles am Rechner nachträglich zu verändern.
Auch Stile von anderen werde ich nicht versuchen zu imitieren. Wem meine Bearbeitung nicht zusagt, für den kann ich sie leider auch nicht von Grund auf verändern. Zu meinen Fotos gehören die fast durchgänglich eher herbstlichen Farben, häufiger auch Körnungen und vor allem eher sanfte Töne.
Kommt doch einfach vorbei und lasst euch selbst davon überzeugen, dass auch ohne Photoshop schon viel rauszuholen ist. Liebt euch selbst ein bisschen mehr und ihr werdet überrascht sein, welche Ausstrahlung möglich sein wird! Seid lieber das Original als eine Fälschung!

Lg,
eure Tina!

Montag, 16. Oktober 2017

Lookbook 2016/2017

Hallo, ihr Lieben!

Ein paar haben es schon in meinen Instagramstories gesehen... mein Lookbook 2016/2017. Ich habe bei Saal Digital das Fotoheft dafür getestet. Dafür nutzte ich die dazu gehörige Software und konzipierte ohne eine Vorlage das Design selbst. Knappe 80 Seiten füllte ich und wählte dafür eine matte Oberfläche. Hier wäre dann auch schon direkt mein erster (und auch einziger) Kritikpunkt. Es soll zwar nur ein Heft sein, aber 80 Seiten fand ich leider schon etwas wenig, sodass ich noch mehr selektieren musste und gar nicht alles hineinpacken konnte, das ich vorher dafür mir heraus gepickt hatte. Das digitale Erstellen funktionierte schnell und war auch leicht zu händeln.
Um viele meiner Collagen auf eine Seite zu platzieren, kam für mich nur die Maßen 21x30 (A4) und eine querformatige Ausrichtung in Frage. So ist es nicht zu klein, aber auch nicht zu groß, um es schnell in einer normalen Tasche zu verstauen. Denn darauf kam es mir hierbei besonders an: Immer fix etwas zum Blättern vorzeigen zu können. Von der Spiralbindung habe ich mir auch deshalb versprochen, dass es länger hält. Ein gebundenes Buch werde ich zwar nächstes Jahr ebenso noch erstellen, aber ein Fotoheft liegt einfach ganz anders in der Hand.
Die Lieferung erfolgte noch in der gleichen Woche. Darüber bin ich immer besonders erfreut, denn ich kann es nie lange abwarten, endlich meine Bilder in der Hand zu halten. Das ist schon eine ganz andere Erfahrung als sie nur am PC zu betrachten. Das Deckblatt sowie die Rückseite sind jeweils durch eine klare Plastikbeschichtung geschützt. Jene ist sehr griffig und verfügt über "weiche" Kanten. 
Das Papier wirkt sehr stabil und auch von den Farben bin ich mehr als begeistert. Es wird mir also eine Freude sein, Interessierten dieses Lookbook vorlegen zu können. Sollte es dauerhaft die Option für mehr Seiten geben, könnte ich sogar mich damit anfreuden, komplett beim Fotoheft zu bleiben.
Eigentlich schade, dass wir erst Mitte Oktober haben und ich bereits für 2017 meine Ideen alle im Kasten habe. Wäre da nicht der Studiumabschluss... achja... :(

Wer noch mehr Einblicke in dieses Lookbook bekommen möchte, kann gerne in den nächsten Tagen auf weitere Instastories gespannt sein. Alternativ besucht mich doch einfach. Bei einer netten Tasse Kaffee und etwas Kuchen sollte das Blättern noch mehr Spaß bereiten.

Bis ganz bald,

Tina!

Sonntag, 27. August 2017

Lovestory

Oft sitze ich über den Ergebnissen der Shootings und picke mir aus ca. 150-200 Bildern 5-8 heraus, die ich bearbeite und dann letztendlich präsentiere - wenn überhaupt. Es ist nicht so, dass ich mich an jenen schnell satt sehe, sondern eher der Anspruch besteht, dass sich alle möglichst sehr von einander unterscheiden sollen. Weil ich aber pro Treffen max. 3-4Outfits realisiere, können natürlich nicht x komplett andere Fotos entstehen. Deshalb ist dieser Post hier etwas ganz Besonderes. Warum? Ich habe mich endlich mal an Story-Telling heran gewagt. Meine Modelle Chrissi und Daniel und ich wollten euch eine Liebesgeschichte erzählen: Von der ersten Begegnung bis zum ersten Kuss.
In 5-8 Fotos kann so etwas natürlich nicht abgebildet werden und bei solch tollen Modellen wäre es auch viel zu schade, etwas unter den Tisch fallen zu lassen. Deshalb wird dieser Post länger als gewohnt. Im Übrigen bin ich auf der Suche nach weiteren "Darstellern" für meine anderen Stories, die noch in meinem Kopf rumspuken. Liebende müssen es dafür nicht zwingend sein. Freundinnen etc. sind ebenso gerne gesehen. Aber bleiben wir doch bei Chrissi, deren Blog ihr unter vintaliciously vielleicht bereits kennt, und ihrem Daniel, dem ihr gleichfalls online auf houseofdan möglicherweise schon folgt. Wenn nicht wird es dringend Zeit :)
Gestern trafen wir uns dafür bei mir im winzigen Dörnscheid im Sauerland. Die ländliche Atmosphäre harmonierte vollkommen mit der Stimmung, die wir erzeugen wollten und die Ziegelsteinbushaltestelle sollte Dreh- und Angelpunkt für die erste Szene werden. Chrissi wartete dafür auf den nächsten Bus, als Daniel - natürlich toooootal zufällig- vorbei kam und die Blicke sich sofort trafen. Schnell wurde die Telefonnummer der Herzdame notiert mit dem Versprechen eines Wiedersehens. Wird sie wohl anrufen? Abgeneigt schien sie nicht gewesen zu sein :) Natürlich wird zum Hörer gegriffen!
Freundlicherweise stellten meine Vermieter uns Räumlichkeiten für die zweite Szene. Mein Radio sowie Telefon konnten wir hierbei gleichfalls unterbringen. Wie es aussieht, scheint die Chemie zu stimmen ... ein Date ist vereinbart!

Lichttechnisch habe ich fast ausschließlich mit AvailableLight arbeiten können. Zwar wurden auch ein Reflektor für die Indoorszene genutzt sowie versucht, mit meiner Ringleuchte noch etwas den Hintergrund anzustrahlen, aber dies auch nur, damit jener nicht zu dunkel im Kontrast zu Chrissis heller Haut erschien. "Richtig" ausleuchten war nicht mein Ziel. Alles sollte eher "natürlich" wirken.Bei der Bearbeitung habe ich ebenso nicht viel in die Originale eingegriffen. Wieder einmal habe ich mich meiner Lieblingsfarbgebungen bedient und mehrfach SchwarzWeiß-Varianten für die CloseUps erstellt, die letztendlich auch es hier hin geschafft haben. Körnungen wie bei alten analogen Filmen gehören für mich mittlerweile fast zum Standard in der Postproduction. Irgendwie finde ich, dass die Fotos dadurch mehr Charme besitzen.
Das Date teilten wir in drei weitere Szenen ab. Klassisch wurde die Dame abgeholt, um dann in der Stadt einen Spaziergang zu unternehmen. Hierfür verließen wir mein niedliches Dorf und hielten uns in der Kreisstadt auf. Die Abendsonne rundete unser Vorhaben ab. Auch wenn die Temperaturen das Eis schneller schmelzen ließ als gewollt, schafften wir alles :) Gegenseitig wurden natürlich die Herzen erobert - wie auch der erste Kuss als Abschluss. Insgesamt verbrachten wir für die gesamte Strecke mit Kleidungs- und Locationwechsel ca. 3,5h miteinander.
Für die Postproduction ist bisher selten soooo viel Zeit verstrichen wie für dieses Shooting, aber es hat sich definitiv gelohnt. Zum einen durfte ich so liebe Modelle kennen lernen, zum anderen passte irgendwie alles. Ich hoffe, dass sehen die zwei auch so. *g* Im Moment tue ich mich nur etwas schwer, wie all diese Ergebnisse auf Facebook, Instagram etc. präsentiert werden sollen. Irgendwie gehen bei größeren Collagen oft Bilder und Details unter. Aber der Zusammenhang könnte ebenso nicht weiter transparent sein, wenn ich alle einzelnd nacheinander hochlade. *seufz* Wer eine gute Idee weiß, kann sie mir gerne unterbreiten!
Wie es generell aktuell um die Fotografie bei mir steht?
Da ab dieser Woche mein letztes Semester des Abendstudiums startet, werden die kommenden Wochen weniger mit Shootings gefüllt sein. Treffen, die aus diversen Gründen nicht statt finden konnten, verschiebe ich daher lieber aktuell auf 2018, weil für mich nicht absehbar ist, wie flexibel ich aufgrund der Abschlussprüfungen sein werde. Spontan habe ich zwar hier und da besonders in den letzten 14Tagen zur Kamera gegriffen, aber dies resultierte daraus, dass zum einem das Wetter wirklich abends passte und ich alles direkt um meinen Wohnort legen konnte zu Zeiten, in denen meine Kleine schon zur Nacht fertig war. Wenn demnächst die Uhr wieder umgestellt und alles früher dunkel wird, ist das natürlich nicht "mal eben" möglich. Deshalb hoffe ich, dass die noch ausstehenden für 2017 wie geplant durchgeführt werden können.

Mein zweiter Bildband ist fast fertig. Wieder möchte ich ihn nur für mich erstellen, gebe aber trotzdem die Möglichkeit, dass auch andere online ihn einsehen können. Wer interessiert ist, kann mir gerne schreiben! Über Feedback freue ich mich enorm!
Wie meine Modelle mein erstes Story-Telling-Shooting empfunden haben und noch natürlich viel mehr, könnt ihr ausnahmsweise sogar auch nachlesen. *klick*  *klickklick*  Viel öfter würde ich gerne auch mehr aus der Sicht meiner Protagonisten zeigen, aber die wenigsten sind so schreibfreudig wie diese beiden hier :P


Bevor ich diesen Post beende, möchte ich erneut darauf hinweisen, dass ich TFP-Shootings immer gerne realisiere. Jedoch - und das ist mir besonders wichtig - sollten Anfragende zuverlässig sein und das Shooting meine Arbeiten erweitern. Wiederholungen oder einfach nur im Gras sitzen und in die Kamera lächeln ist mir nix. Nicht umsonst besitze ich noch einige Inspirationsordner, die ich gerne nach und nach auf meine Art und Weise umsetzen mag. Wem daraus nichts gefällt und keine eigene tolle Idee beisteuern kann, dem muss ich aber leider absagen. Nicht alles passt zu mir und wiederum andere kann ich technisch nicht umsetzen. Auch ich habe Grenzen. Alternativ im neuen Jahr einfach nach Ausschreibungen Ausschau halten. Die kommen bestimmt :)
Noch einmal vielen lieben Dank fürs Lesen und Durchschauen bis zum Schluss. Ich hätte nicht gedacht, dass die vorab gezeigten Aufnahmen so ein großes Echo entfachen.

Bis hoffentlich ganz bald mit vielen weiteren neuen Bildern.
Oder mal einem persönlichem Treffen? Würde mich genauso freuen!

Lg,
eure Tina!

Dienstag, 20. Juni 2017

Vintageladies

Ich habe mich nach 2Jahren Existenz dieses Blogs dazu entschieden, zu einem gleichen Thema einen zweiten Post zu eröffnen. Warum? Weil sich mittlerweile sooooo viele Bilder angesammelt haben und noch kein Ende in Sicht ist, dass der Übersicht wegen ein zweiter doch angemessen erscheint. :) Es handelt sich hierbei um die Frauenshootings mit Retromodellen.
Mittlerweile beherrsche ich noch mehr das Stylen dieser Looks, jedoch habe ich nur wenige dieser hier gezeigten Damen hergerichtet, da sie es selbst schon so toll können. Um noch bessere Ergebnisse selbst zu kreieren, werde ich im Oktober noch einen Workshop besuchen. Vielleicht gelingt es mir dann auch mehr bei mir selbst. Ich hoffe es jedenfalls. *g* Viele Requisiten sind ebenso zusammen gekommen. So kann auf dieses niedliche Radio sowie die gezeigten Rollschuhe und vieles mehr zurück gegriffen werden.

Was hat sich noch so in 2 Jahren getan? Mittlerweile lege ich noch mehr Wert auf eine Harmonie zwischen den gezeigten Personen, der Umgebung und der Requisiten. Man wird einfach sensibler und daher versuche ich, Unstimmiges zu vermeiden. Ebenso ist mir nach wie vor wichtig, sehr unterschiedliche Resultate zu generieren und mich nicht zu wiederholen. Auch im Bezug auf andere Fotografen gebe ich immer mein Bestes, irgendwie "mein Ding" zu machen und niemanden zu kopieren. Ob mir das gelingt oder nicht, sollte jeder individuell beurteilen. Letztendlich dürften die Bilder aber zeigen, dass wir eins immer hatten: Spaß!